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Haarausfall bei Stress und was Sie tun können

Stressbedingter Haarausfall

Woher kommt stressbedingter Haarausfall? Als einer der Gründe kann, wie der Name schon vermuten lässt,  Stress aufgeführt werden. Das Wort, was in der deutschen Sprache vor 100 Jahren noch nicht bekannt war, bedeutet in der englischen Sprache so viel wie Anspannung und viele Menschen wissen, dass Stress aktueller denn je ist. Denn sie spüren ihn häufig, zum Beispiel auf der Arbeit. Diese Anspannung ist an sich auch kein Problem, wenn sie im Rahmen bleibt. Diese Anspannung entsteht, wenn der Körper sich an eine körperliche oder seelische Belastung anpassen muss, die das normale Maß übersteigt. Dabei wird der Stress von einem sogenannten Stressor ausgelöst. Wie bereits erwähnt ist er kurzfristiger eigentlich kein Problem für den Körper.

stressbedingter haarausfallWenn er aber chronisch wird, dann schädigt er das Wohlbefinden der betroffenen Personen, sowohl psychisch als auch körperlich und die Folge ist stressbedingter Haarausfall. Dabei muss erwähnt werden, dass Stress nicht gleich Stress ist. Es gibt zwei unterschiedliche Arten, wie der Wissenschaftler Hans Seyle herausgefunden hat. Seyle hat dabei zwischen Eustress und Disstress unterschieden. Erlebt ein Mensch Eustress, werden Anspannung und Erregung gleichzeitig abgebaut. Diese Art wird als positiv empfunden und hat auch auf den Haarausfall keine negative Wirkung. Generell ist es so, dass diese Stressart eine stimulierende Wirkung auf uns hat und uns sozusagen zu Höchstleistungen antreibt. Davon können wir nicht nur kurzfristig profitieren, auch langfristig kann sich der Eustress positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Denn durch ihn stärken wir zusätzlich unser Immunsystem, unter der Vorrausetzung, dass wir unserem Körper ausreichend Ruhe geben. Eustress gegenüber steht Distress. Distress fördert einige körperliche Leiden, worunter auch stressbedingter Haarausfall fällt. Dabei kann zwischen diffusem und kreisrundem Haarausfall unterschieden werden. Vor allem Frauen sind häufig vom diffusen Haarausfall betroffen, der dann die gesamte Kopfhaut betrifft.

Stressbedingter Haarausfall kann ein Zeichen übermäßiger Anspannung sein

Stress und Haarausfall gehen Hand in Hand. Haarausfall bei Stress kommt durch die Ausschüttung einiger Botenstoffe durch bestimmte Neurotransmitter. Diese Botenstoffe beschädigen dann das Haarfolikel und der Haarausfall, der die gesamte Kopfhaut betrifft, beginnt. Wenn es sich aber um einen Haarausfall handelt, der hormonell oder immunologisch ist, dann kann Stress diesen Haarausfall noch weiter fördern. Aus biologischer Sicht ist es so, dass der Effekt vom Stress an das Nervensystem übertragen wird. Dabei ist jeder Haarbalg oder Haarfolikel von einem Nervenfasernetzwerk umgegeben. Dieses Netzwerk enthält Botenstoffe vom Nervensystem. Dabei beeinflussen die Nervenfasern das Haarwachstum, durch die Anzahl ihrer Verbindungen zu den Mastzellen. Stress sorgt dafür, dass sich mehr Nervenfasern bilden. Dabei werden die Mastzellen aktiviert und es kommt zu Entzündungen im Bereich des Haarbalgs. Danach kommt es zum programmierten Zelltod und letztlich zum Haarausfall. Jetzt, wo die biologischen Prozesse besprochen wurden ist es wichtig, dass Sie sich mit sich selbst befassen und Sie sich ein paar Fragen stellen.

Stressbedingter Haarausfall

Permanenter Anstrengung setzt dem Körper zu

Wie geht es Ihnen, nachdem Sie sich angestrengt haben? Benötigen Sie eine Ruhepause und fühlen Sie sich danach wieder erholt? Der Mensch ist in der Lage immer wieder Anstrengungen zu vollbringen, sich danach auszuruhen und sich danach wieder anzustrengen. Mitunter ist er auch in der Lage auf die Ruhepausen zu verzichten. Wenn der Körper aber über einen längeren Zeitraum großen Anstrengungen ausgesetzt ist, ohne sich ein paar Ruhepausen zu gönnen, kann es zu Haarausfall bei Stress kommen. Denn der Energiespeicher ist sozusagen leer. Wobei Haarausfall nur ein Symptom von vielen Symptomen sein kann. Damit einher geht oft auch eine schlechte Schlafqualität, was sich besonders auf die Haare auswirken wird. Denn im Schlaf sollen die Haarwurzeln sich eigentlich erholen. Wenn dieser aber fehlt, verschlechtert sich auch der Zustand der Haarwurzeln. Wenn Sie bereits Probleme mit Ihrem Schlaf haben, ist es höchste Zeit etwas zu tun. Wenn Sie diese Chance verpassen, können sich die Symptome immer weiter aufschaukeln. Wichtig sind dabei Entspannungsübungen und auch eine Reflektion vom eigenen Wohlbefinden ist wichtig. Dabei geht es um folgende Fragen:

Versuchen Sie etwas Sport zu machen damit stressbedingter Haarausfall reduziert wird

Haben Sie keine Lust mehr etwas zu unternehmen oder wollen Sie einfach nicht mehr? Wenn Sie diese beiden Fragen mit Ja beantworten können, wird es höchste Zeit sich Ruhe zu gönnen, damit stressbedingter Haarausfall reduziert werden kann. Unternehmen Sie schnell etwas. Es kann passieren, dass Sie zu lange warten und mehrere Symptome bereits verspüren, die zusätzlich zum Haarausfall auftreten. Das kann sich zum Beispiel durch verschiedene Krankheiten zeigen. Diese sollten Sie nicht missachten. Stattdessen sollten Sie sich untersuchen lassen und dabei auch eine Blutbilduntersuchung machen lassen, um eventuelle Mängel abzuklären. Dieser kann natürlich auch Empfehlungen geben, was Sie gegen Haarausfall, der durch Stress entstanden ist tun können. Erklären Sie dem Arzt genau, wie Sie die letzte Zeit erlebt haben. Mussten Sie viel arbeiten oder haben Sie viel Alkohol und Zigaretten konsumiert? Wenn ja, dann sollten Sie besser anfangen diese Angewohnheiten abtrainieren und mit einem besseren Training anfangen. Im Detail geht es hier, um das sogenannte „Geschmeidigkeitstraining“. Geschmeidigkeit ist wichtig, damit sich Ihre Muskulatur entspannen und anspannen kann, ohne dabei seine Spannung zu verlieren. Dieses Training ist auch für Menschen geeignet, die lange Zeit keinen Sport mehr ausgeübt haben und sich erst wieder an die Belastungen gewöhnen müssen. Hier setzt das Geschmeidigkeitstraining an.

Bleiben Sie dabei ruhig und führen Sie keine schnellen Bewegungen aus. Verharren Sie dann in dieser Position für 10 bis 30 Sekunden. Danach gehen Sie in die Ausgangsposition und wiederholen die Übung. Versuchen Sie dabei alle Körperstellen zu dehnen. Damit Ihnen das gelingt, können Sie sich von oben nach unten durcharbeiten. Wichtig ist, dass Sie das Training zwei bis drei Mal in der Woche durchführen. Dadurch erhöhen Sie sozusagen Ihre Widerstandsfähigkeit, was sich wiederum positiv auf den Haarausfall auswirken wird. Darüber hinaus wirkt Sport ausgleichend und tut dem Körper viel besser, als der Konsum von Zigaretten und Alkohol. Vor allem Männer neigen dazu. Da sie aber sowieso schon öfters mit Haarausfall in Berührung kommen, ist der Konsum von Zigaretten und Alkohol absolut keine gute Idee. Verbessern können Sie den Einfluss vom Sport, wenn dieser auf Ihren empfundenen Stress abgestimmt ist. Wenn Sie lang anhaltenden und übermäßigen Stress empfunden haben, dann kann eine ruhige Sportart Ihnen helfen. Demnach können Sie überlegen, ob Sie vielleicht Nordic Walking betreiben oder Billard spielen. Aber natürlich kann es auch etwas heftiger zugehen und Sie können sich für eine Kampfsportart oder Kampfkunst entscheiden. Aber nicht nur Sport ist wohltuend, auch Meditationstechniken können Ihnen helfen einen Ausgleich zu erreichen. Hier gibt es viele verschiedene Techniken, wobei die Teilnahme an einem Meditationskurs auch mittlerweile von vielen Krankenkassen bezuschusst wird. So können Sie sich zum Beispiel für eine Geh Meditation entscheiden und dabei lernen, was es heißt eine Strecke von 500 Metern in einer Stunde zu gehen. Dem gegenüber steht zum Beispiel die Tanz Meditation, wobei Sie für eine halbe Stunde tanzen werden und so danach entspannter sein werden.

Natürliche Mittel können auch bei Haarausfall helfen

Eine weitere natürliche Möglichkeit dem stressbedingten Haarausfall entgegen zu gehen, ist auf Heilpflanzen zu setzen. Hiervon gibt es einige, die darüber hinaus auch leicht zu besorgen sind. Frischer Rosmarin und die Grossen Brennnessel fördern die Durchblutung vom Haarboden. Dabei werden Sie mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Zitrone hingegen gerät nicht an die Kopfhaut, das macht aber auch nichts, denn Zitrone wirkt beruhigend und lässt sich wunderbar gegen Unruhe, Schlafprobleme und Herzprobleme nutzen. Sicherlich wissen Sie von der beruhigenden Wirkung von Baldrian. Wenn Sie diesen in Form von Tee, Badezusätzen oder Dragees zu sich nehmen, werden Sie weniger Probleme haben, einzuschlafen. Ebenfalls als Tee kann Zitronenmelisse getrunken werden, um den Stresspegel zu senken. In Teemischungen wird manchmal auch ein Hopfenzapfen beigemischt. Dieser beruhigt Sie und lässt Sie besser einschlafen. Ein sehr wirksames und bekanntes Heilkraut ist das Johanneskraut. Das Johanneskraut hat beinah so eine gute Wirkung, wie ein Antidepressivum, dafür aber keine Nebenwirkungen. Es gibt also viele Wege, um Haarausfall bei Stress zu unterbinden. Gemeinsam haben alle Methoden, dass Sie bei Stress Haarausfall sich Ruhe gönnen sollen.

Christoph
 

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Die besten Tipps gegen Haarausfall » - Dezember 13, 2015

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Geheimratsecken was tun ➤ Hilfe + Haarausfall Lösung - Dezember 13, 2015

[…] zu setzt, unabhängig davon, ob er sich auf der privaten oder beruflichen Ebene abspielt. Dabei ist Stress an sich nichts Schlimmes für den Körper. Denn der Körper passt sich dadurch einer Situation an, […]

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Was hilft gegen Haarausfall? Die besten Tipps gegen Haarverlust - Dezember 14, 2015

[…] Emotionaler Stress kann nicht nur zur Verschlimmerung von diffusem Haarausfall führen, sondern ihn auch verursachen. Nach einer an der Berliner Charité durchgeführten klinischen Studie können zu viel Stress und Ängste zu einer Haarwurzel-Entzündung führen und die Wachstumsphasen des Haares drastisch verkürzen. Lässt sich der Stress-Auslöser nicht abstellen, sollte man wenigstens versuchen, für mehr Entspannung zu sorgen und beispielsweise progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Yoga und bestimmte Atemtechniken erlernen. Bei starken Ängsten und psychischen Problemen empfiehlt sich eine Psychotherapie. […]

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Hausmittel gegen Haarausfall - die natürliche Lösung  - Dezember 15, 2015

[…] etwaiger Schuppenbildung schon früh entgegentreten. Dafür kann es schon ausreichen, das eigene Stresspensum herunterzufahren und sich ein bisschen mehr Ruhe zu gönnen. Wie Sie das machen, bleibt Ihnen […]

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Erblich bedingter Haarausfall - Tipps gegen Haarverlust - Dezember 28, 2015

[…] ist. Neben dieser Ursache muss auch der Lebensstil genannt werden, der geprägt ist von Stress, ungesunden Lebensweisen im Allgemeinen, wie zum Beispiel ein Mangel an Bewegung und eine ungesunde […]

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